Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung baut auf dem Lebenswerk des 1972 verstorbenen Stifters Georg Karg, Inhaber der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH, auf. 97,5 Prozent der GmbH-Anteile wurden in die Stiftung eingebracht; seit 1998 hält sie keinerlei Unternehmensbeteiligungen mehr.
Mit einem Vermögen von rund 847 Millionen EUR zählt die Hertie-Stiftung heute zu den größten privaten Stiftungen Deutschlands. Sie versteht sich als Reformstiftung, die Anreize für Veränderung schafft – durch neue Lösungsansätze, zusätzliches Know-how und die nötige finanzielle Unterstützung. Mit modellhafter Arbeit in der schulischen und vorschulischen Erziehung, der akademischen Bildung und in der neurowissenschaftlichen Forschung möchte sie einen praktischen Beitrag zur Erneuerung des Landes leisten. Dafür wendet sie jährlich ca. 30 Millionen EUR an Projektmitteln auf.
In den Neurowissenschaften hat sie sich der Förderung zukunftsweisender Forschungsfelder und -strukturen verschrieben und misst zugleich der Multiple-Sklerose-Forschung und der Unterstützung Multiple-Sklerose-Kranker besondere Bedeutung bei.
Die Europäische Integration versucht die Stiftung voranzubringen, indem sie sehr gezielt den Führungsnachwuchs in Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung fördert und sich mit neuen Formen staatlicher und gesellschaftlicher Steuerung befasst.
Ihre Bildungsarbeit stellt die Stiftung unter das Motto Erziehung zur Demokratie. Hier legt sie den Akzent auf die Integration von Zuwandererkindern und -jugendlichen, die sprachliche Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.