Aktuelles

Ankündigung: Neujahrsempfang am 23. Januar 2017

Wir freuen uns, alle Mitglieder, Freunde und Gäste zum traditionellen Neujahrsempfang der  Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung e.V. am Montag 23. Januar 2016 um 18.30 Uhr in den Lichthof des Senckenberg Museums, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt/M. einzuladen.

Der Freundeskreis hat ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen hinter sich. Auch die Stiftung kann auf viele Erfolge und neue Projekte im vergangenen Jahr zurückblicken, worüber uns Herr Dr. Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Hertie-Stiftung, beim Empfang informieren wird.  Darüber hinaus freuen wir uns auf einen Überblick über den Fortschritt des Museumsumbaus von unserem Gastgeber, Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg.

Die Anmeldung ist per E-Mail an infofreunde-ghst.de möglich.

Schau-Debatte unter Preisträgern von “Jugend debattiert“ in China bei den Freunden der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung am 9. November 2016

“Sollte jeder selbst wählen dürfen, wo er leben will?“

Am Mittwoch, 9. November 2016,  hatten die Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in die Räume der Hertie-Stiftung am Grüneburgweg 105  zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen.

Vier chinesische Jugendliche, inzwischen Studenten in Deutschland, Preisträger des Wettbewerbs “Jugend debattiert“, der seit 2011 auch an Schulen in China in deutscher Sprache ausgetragen wird, lieferten sich eine Schaudebatte, um uns die Ergebnisse des Debatten-Trainings, das mittlerweile auch in China und noch dazu in deutscher Sprache stattfindet, zu demonstrieren.

Streng den ‘Jugend Debattiert‘ Regeln folgend waren Li Xianyun, (Wirtschaftswissenschaften in Mannheim), Wang Hongyi, (Psychologie in Heidelberg), Chen Xingying (Informatik in München) und Yang Qixuan (Politikwissenschaft in Konstanz) erst einige Tage vorher mit dem Debatten-Thema vertraut gemacht worden. Es ging um nichts Einfacheres als „Sollte jeder selbst wählen dürfen, wo er leben will?“. Welche Seite der Debatte sie einnehmen sollten, war ihnen sogar erst am Tage selbst mitgeteilt worden. 

In fließendem Deutsch erörterten die vier jungen Leute 20 Minuten lang die Pros und Cons der Freizügigkeit. Dabei wurden bei den Negativ Argumenten u.a. die Ausbeutung philippinischer Hausangestellter in Hongkong, mangelnde Arbeitsplätze und andere Ressourcenmängel genannt. Die Pro-Seite argumentierte mit der Unterstützung der Völkerverständigung und dem Abbau von Schranken zwischen den unterschiedlichen Kulturen auf dem Weg zu einer Weltbevölkerung und, natürlich, mit dem Recht auf freie Lebensgestaltung. Auch fanden Eindrücke aus der Flüchtlingsdebatte in Deutschland und Europa sowie auch die Probleme  der Wanderarbeiter in China Eingang in die Debatte.

 Schließlich durfte auch das Publikum, Mitglieder des Freundeskreises und Gäste, seine Meinung kundtun. Das 50/50 Verhältnis  von Pro und Contra-Stimmen war möglicherweise das Ergebnis neuer Erkenntnisse aus der Debatte...

Das Konzept “Jugend debattiert“ und der Beitrag der Hertie-Stiftung begeisterten einmal wieder.  Die Ausführungen von Ansgar Kemmann, Leiter des Projekts in der Stiftung und Tim Wagner, Rhetorik Coach und Mitbegründer von “Jugend debattiert“, zu den Prinzipien und Ideen hinter dem Projekt waren überzeugend. Die Tatsache, dass die ursprüngliche Idee mittlerweile über „Jugend debattiert International“ auch außerhalb Deutschlands eingeführt ist und selbst in Ländern wie in China in den Schulen große Akzeptanz findet, wurde wegen seiner vorbildlichen völkerverbindenden Effekte außerordentlich bewundert und wertgeschätzt.

Und natürlich gaben unsere neugierigen Fragen u.a.  zu den verblüffend guten Sprachkenntnissen unserer jungen chinesischen Gäste, ihren Studien- und Lebensplänen viel Gesprächsstoff beim anschließenden Umtrunk.