Aktuelles

Informationsveranstaltung „Herr Tie und seine Experimente – Hirnforschung kinderleicht gemacht!“ am 19. September 2017

Ein gemeinsames Projekt der GHS Bereiche Neurowissenschaften (Dr. Alexander Lehmann) und Bildung (Carolin Rahe).

Den Mitgliedern des Freundeskreises wurde anhand der Fähigkeiten von Herrn Tie, einem kleinen Roboter, der sehen, hören, tasten und sich frei im Raum bewegen kann und über einen Computer steuerbar ist,  sehr anschaulich vermittelt, wie dieses Lern Projekt in den Grundschulklassen zum Einsatz kommt. Der große Anklang, den das Tool in den Schulen findet, wurde mit den wachsenden Zahlen  für die Buchung der „Hirnforscher-Boxen“ belegt. Außerdem durften die Teilnehmer bei  einer Vorführung Herrn Ties Fähigkeiten selbst erleben und  testen.

Auch die Demonstration der in Schulklassen der Sekundarstufe eingesetzten Software „Blue Brain Club“, mit der u.a. mittels eines interaktiven Computerspieles insbesondere die Wirkungen von Drogen auf die Synapsenbildung im Gehirn klargemacht wird, fand im Publikum großen Anklang. iPhones wurden gezückt und es bildeten sich spontan 2 Teams, die gegeneinander antraten und versuchten, Herr Ties Synapsen vor den üblen Wirkungen von Drogen und Alkohol zu retten. Zum Schluss überlebte Herr Tie und verließ unversehrt den ‘Blue Brain Club‘…    

Sommerfest der Freunde und 10-jähriges Vereinsjubiläum

Auch in diesem Jahr hat die Hertie-Stiftung die Mitglieder des Freundeskreises wieder zu einem großzügigen Sommerfest geladen. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Vereins kamen am 12. Juni rund 130 Gäste, Mitglieder, Kuratoriumsmitglieder und Stiftungsmitarbeiter zu einem festlichen Abendessen in die Rudergesellschaft Germania.

In ihren Reden dankten Herr Dr. Weise und Herr Dr. Endres den Freunden für Ihre Arbeit. Herr Dr. Endres, der als ‚spiritus rector‘ des Freundeskreises angesehen werden kann, rief noch einmal die Idee für die Etablierung des Vereins vor 10 Jahren in Erinnerung. Es ging damals darum, eine Gruppe von Freunden für die Stiftung zu finden, „die unsere Arbeit begleitet, kritisch und konstruktiv, mit eigenen Vorschlägen und Ideen und mit denen wir diskutieren können“. 

Der Freundeskreis wiederum überreichte Herrn Dr. Weise als Dank einen Gutschein für die Finanzierung eines dritten START-Stipendiums, erstmals unter dem Neu-START Konzept.

Mitgliederversammlung der Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung am Campus Riedberg mit anschließendem Vortrag: "Über Ihre Gene zur individuellen Arzneimitteltherapie!"

Am Dienstag den 9. Mai 2017 fand die alljährliche Mitgliederversammlung der Freunde der Hertie-Stiftung statt.

Im Biozentrum auf dem Campus Riedberg versammelten sich die Mitglieder und erhielten einen ausführlichen Überblick über die Aktivitäten, Finanzlage und Plänen des Vereins. Bei den Vorstandswahlen wurde mit Birgit Stumpf ein siebtes Mitglied in den Vorstand gewählt. Bettina Langenberg, Vorsitzende, Wilhelm Sütter, stellvertretender Vorsitzender sowie Stephanie Meier-Sydow wurden für 3 weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung waren die Mitglieder und weitere Gäste zu einem Vortrag von Prof. Dr. Theo Dingermann, Goethe Universität, und Dr. Anna Eichhorn zu dem Thema „Über Ihre Gene zur individuellen Arzneimitteltherapie!“ eingeladen. In dem Vortrag ging es darum, wie verschiedene vorliegende Variationen im Erbgut eines Menschen die  Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen. Der Vortrag war ein eye-opener für alle, die sich schon einmal mit Nebenwirkungen, Falschdosierungen und Unverträglichkeiten von Medikamenten abgeplagt haben. Die lebhaften Diskussionen mit den Referenten beim anschließenden Umtrunk zeigten, dass sich jeder von der Problematik angesprochen fühlte.

Neujahrsempfang der Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung im Senckenberg Museum

Am Montag, den 23. Januar 2017 fand mit über 140 Mitgliedern, Freunden und Gästen der alljährliche Neujahrsempfang der Freunde der Hertie-Stiftung statt, dieses Mal im beeindruckenden Lichthof mit den großen Dinosauriern des Senckenberg Museums.

Der Abend wurde auch genutzt, um auf das vergangene Jahr in der Stiftung zurückzublicken. Hierzu berichtete John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, von den Erfolgen und neuen Projekten der Stiftung im Jahr 2016.

Darüber hinaus gab unser Gastgeber, Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg, einen Überblick über den Fortschritt des Museumsbaus und erinnerte die Gäste erneut an die Uraufgabe des Senckenberg Instituts, nämlich die Rolle der Vielfalt des Lebens – der Biodiversität – auf der Erde und der Interaktion mit den anderen Teilsystemen und auch des Menschen zu untersuchen.

Wir freuen uns sehr, dass die Anhänger der Hertie-Stiftung so zahlreich zusammengekommen sind und gemeinsam mit uns den Start in das Jahr 2017 gefeiert haben!

Schau-Debatte unter Preisträgern von “Jugend debattiert“ in China bei den Freunden der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung am 9. November 2016

“Sollte jeder selbst wählen dürfen, wo er leben will?“

Am Mittwoch, 9. November 2016,  hatten die Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in die Räume der Hertie-Stiftung am Grüneburgweg 105  zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen.

Vier chinesische Jugendliche, inzwischen Studenten in Deutschland, Preisträger des Wettbewerbs “Jugend debattiert“, der seit 2011 auch an Schulen in China in deutscher Sprache ausgetragen wird, lieferten sich eine Schaudebatte, um uns die Ergebnisse des Debatten-Trainings, das mittlerweile auch in China und noch dazu in deutscher Sprache stattfindet, zu demonstrieren.

Streng den ‘Jugend Debattiert‘ Regeln folgend waren Li Xianyun, (Wirtschaftswissenschaften in Mannheim), Wang Hongyi, (Psychologie in Heidelberg), Chen Xingying (Informatik in München) und Yang Qixuan (Politikwissenschaft in Konstanz) erst einige Tage vorher mit dem Debatten-Thema vertraut gemacht worden. Es ging um nichts Einfacheres als „Sollte jeder selbst wählen dürfen, wo er leben will?“. Welche Seite der Debatte sie einnehmen sollten, war ihnen sogar erst am Tage selbst mitgeteilt worden. 

In fließendem Deutsch erörterten die vier jungen Leute 20 Minuten lang die Pros und Cons der Freizügigkeit. Dabei wurden bei den Negativ Argumenten u.a. die Ausbeutung philippinischer Hausangestellter in Hongkong, mangelnde Arbeitsplätze und andere Ressourcenmängel genannt. Die Pro-Seite argumentierte mit der Unterstützung der Völkerverständigung und dem Abbau von Schranken zwischen den unterschiedlichen Kulturen auf dem Weg zu einer Weltbevölkerung und, natürlich, mit dem Recht auf freie Lebensgestaltung. Auch fanden Eindrücke aus der Flüchtlingsdebatte in Deutschland und Europa sowie auch die Probleme  der Wanderarbeiter in China Eingang in die Debatte.

 Schließlich durfte auch das Publikum, Mitglieder des Freundeskreises und Gäste, seine Meinung kundtun. Das 50/50 Verhältnis  von Pro und Contra-Stimmen war möglicherweise das Ergebnis neuer Erkenntnisse aus der Debatte...

Das Konzept “Jugend debattiert“ und der Beitrag der Hertie-Stiftung begeisterten einmal wieder.  Die Ausführungen von Ansgar Kemmann, Leiter des Projekts in der Stiftung und Tim Wagner, Rhetorik Coach und Mitbegründer von “Jugend debattiert“, zu den Prinzipien und Ideen hinter dem Projekt waren überzeugend. Die Tatsache, dass die ursprüngliche Idee mittlerweile über „Jugend debattiert International“ auch außerhalb Deutschlands eingeführt ist und selbst in Ländern wie in China in den Schulen große Akzeptanz findet, wurde wegen seiner vorbildlichen völkerverbindenden Effekte außerordentlich bewundert und wertgeschätzt.

Und natürlich gaben unsere neugierigen Fragen u.a.  zu den verblüffend guten Sprachkenntnissen unserer jungen chinesischen Gäste, ihren Studien- und Lebensplänen viel Gesprächsstoff beim anschließenden Umtrunk.